Sudeleien über das Briefeschreiben

“Briefe gehören unter die wichtigsten Denkmäler, die der einzelne Mensch hinterlassen kann.” (Johann Wolfgang Goethe)

C O N = L I B R I

“Briefe gehören unter die wichtigsten Denkmäler, die der einzelne Mensch hinterlassen kann.” (Johann Wolfgang Goethe)

Mehrmals im Jahr kamen Briefe aus der damaligen DDR. Von meinem Großvater. Zu Weihnachten und zum Geburtstag waren Geschenke dabei. Einmal war es der Fontane-Roman “Schach von Wuthenow”. Gedruckt im Offizin Andersen Nexö auf stark holzhaltigem Papier, das mit der Zeit brüchig wurde, erschienen bei Aufbau, Ostberlin und Weimar. Bedankt habe ich mich, wenn überhaupt, mit nichtssagender Postkarte, für die ich mir ein, zwei müde Floskeln abringen musste. Fontane und seine Werke blieben viele Jahre unbeachtet. Ich verschlang Karl May und suchte mit Perry Rhodan eine bessere Welt im All. Als ich anfing gerne und ausführlich Briefe zu schreiben, lebten meine Großeltern schon nicht mehr. Und bis zur eigenen Fontane-Lektüre vergingen weitere Jahre.

Theodor Fontane ist einer der großen Epistolographen (so nennt die Wissenschaft eifrige Briefschreiber) der deutschen Literatur – stilistisch und quantitativ. “Der Ehebriefwechsel”…

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